Bau- und Entwicklungsausschuss, sowie der Geeinderat haben sich in ihren Sitzungen am 13. und 16. Juli 2026 ausführlich mit den vom Ingenieurbüro Fuchs erarbeiteten Ausbauvarianten für die Königsbachtalstraße befasst. Grundlage der Beratung waren eine Präsentation des Planungsstandes sowie detaillierte Fotos der örtlichen Situation.
Neben der stark beschädigten Fahrbahn müssen auch der über 50 Jahre alte Schmutzwasserkanal, die Wasserleitung und die Hausanschlüsse erneuert werden. Ziel ist es, sämtliche Tiefbauarbeiten in einem gemeinsamen Bauabschnitt durchzuführen.
Das Ingenieurbüro stellte die vier möglichen Ausbauvarianten einschließlich ihrer Vor- und Nachteile sowie der jeweiligen Grobkostenschätzungen vor:
Variante 1 Bordstein beidseitig, Fahrbahnbreite 4,75 m ca. 265.000 €
Variante 2 Mittelrinne, Fahrbahnbreite 4,75 m ca. 254.500 €
Variante 3 Rinne beidseitig, Fahrbahn mit 1,25 m Gehweg bergseitig ca. 295.000 €
Variante 4 wie Variante 3, jedoch Gehweg talseitig nahezu identisch zu Variante 3
Ausschuss und rat sprachen sich einstimmig für Variante 4 aus. Für diese Lösung sprechen insbesondere:
• bessere Nutzung des Gehweges als Versorgungskorridor für zukünftige Leitungsarbeiten (Glasfaser/Versorgung),
• geringere Eingriffe in die Asphaltfahrbahn bei späteren Leitungsarbeiten,
• Verbesserung der Verkehrssicherheit durch einen Gehweg,
• Möglichkeit, die Fahrbahn leicht in Richtung Bergseite zu verschieben und dadurch den talseitigen Grundstücken mehr Freiraum zu verschaffen.
Im weiteren Planungsverlauf sollen insbesondere folgende Punkte berücksichtigt werden:
• Prüfung der Leitungsführung der Westnetz,
• Verlegung von Leerrohren für bislang nicht angeschlossene Grundstücke,
• Reduzierung der Gehwegbreite auf etwa 1,00 m,
• Optimierung des Treppenbereichs am Anwesen Königsbachtalstraße 8,
• frühzeitige Gespräche mit den betroffenen Grundstückseigentümern hinsichtlich des erforderlichen Grunderwerbs,
• Prüfung möglicher Förderprogramme.
Eine Entscheidung über die zukünftige Verkehrsführung wurde bewusst zurückgestellt, da sie keinen Einfluss auf die Auswahl der Ausbauvariante hat. Einigkeit bestand jedoch darin, den Straßenausbau möglichst zeitlich mit dem Neubau des Feuerwehrhauses zu koordinieren, um Synergieeffekte zu nutzen und doppelte Bauarbeiten zu vermeiden.